Seit 2016 unterstützt das Vizerektorat für Forschung und Entwicklung unter der Leitung von Heimo Sandtner gründungsinteressierte Studierende und FH Campus Wien-Absolvent*innen mit einem hauseigenen Start-up Service. Im Jahr 2019 baute die FH Campus Wien ihre Serviceleistungen mit dem Mentor*innenprogramm FAME noch weiter aus. Was es damit auf sich hat, erklärt Heimo Sandtner im Interview.

Warum haben Sie ein Mentor*innenprogramm an der FH Campus Wien aufgezogen?

Wer an Unternehmensgründung denkt, hat in jedem Fall eine Idee und ein Ziel, weniger häufig bereits Kapital, Infrastruktur oder solide Netzwerke. Deshalb ist es hilfreich, jemanden mit einem offenen Ohr zur Seite zu haben, ein Gegenüber mit fachlicher Expertise, Lebens- und Berufserfahrung. Jemanden, der beratend zur Seite steht, Kontakte vermitteln kann und bei der Entwicklung der Start-ups unterstützt. Diese wichtige Funktion erfüllen unsere Mentor*innen. Deshalb haben wir FAME ins Leben gerufen. 

Wie kommt man in den Genuss von FAME?

Mehrmals jährlich laden wir Gründungsinteressierte zu einem Start-up Pitch an die Fachhochschule bzw. seit 2020 zu einem digitalen Pitch. Wer das Hearing vor dem Expert*innengremium besteht, bekommt sehr umfangreiche Unterstützung von uns. Das beginnt bei der kostenlosen Nutzung von Büroflächen und/oder der Smart Factory im Start-up Corner am Standort High Tech Campus Vienna für die Dauer eines Jahres und geht bis zu verschiedenen Service- und Beratungsleistungen. Dazu gehört auch, den Teams oder Einzelpersonen aus dem Pitch den oder die passende Mentor*in zu vermitteln, damit sie ihr Projekt gut aufsetzen und weiterentwickeln können.

Wer kann Mentor*in sein? Aus welchen Bereichen kommen die Mentor*innen?

Das können Mitarbeiter*innen aus Lehre und Forschung in den Studiengängen genauso sein wie Kolleg*innen aus den Serviceabteilungen oder auch nebenberuflich Lehrende. Jede Expertise ist gefragt und uns herzlich willkommen! Aktuell betreuen sieben Mentor*innen sechs Start-ups. Die Mentor*innen kommen aus Studiengängen in den Departments Bauen und Gestalten, Technik und Applied Life Sciences sowie aus der Abteilung Personalmanagement. Sie machen das neben ihren Jobs, ohne zusätzliches Entgelt – für die Ehre sozusagen. 

Stichwort FAME: Gibt es schon eine Erfolgsgeschichte? 

Im wahrsten Sinne des Wortes! Peter Stepanek beispielsweise ist Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals im Masterstudiengang Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit, mit den Schwerpunkten Social Business/Social Entrepreneurship. Von diesem Know- how enorm profitiert hat das Projekt Liberty.Home von Markus Hörmanseder und Philipp Hüttl, damals noch Bauingenieurwesen – Baumanagement-Studierende. Peter Stepanek hat sie von Anfang an begleitet und bestärkt, manchmal auch zu ihrem Glück überredet, zum Beispiel dazu, beim Social Impact Award einzureichen, den sie auch gewonnen haben – und nicht nur den. Sie haben mehrere Preise und Auszeichnungen abgeräumt. Die Krönung war sicher der Staatspreis Patent 2018 in der Kategorie "Marke". Peter Stepanek war unser erster Mentor, noch bevor FAME offiziell existierte. Das hat uns darin bestätigt, ein Mentor*innenprogramm ins Leben zu rufen und es etwas breiter anzulegen.

 

Weitere Mentoring-Angebote

Die erfolgreiche Umsetzung von FAME hat gezeigt, wie wertvoll die Unterstützung von Mentor*innen für Studierende und Absolvent*innen ist. Daher wurde die campusweite Netzwerk-Plattform der FH Campus Wien campusnetzwerk.ac.at im Zuge des Relaunch um einen Mentoring-Bereich erweitert. Von Tipps zum Bewerbungsprozess über Karriere im Ausland bis hin zur Unterstützung von Frauen in MINT-Studiengängen und -Berufen: In (virtuellen) Meetings geben engagierte Absolvent*innen, Lehrende, Mitarbeiter*innen und Kooperationspartner*innen ihre persönlichen Erfahrungen an Hilfesuchende weiter. Sie möchten ebenfalls Mitglied werden? Lesen Sie hier mehr zum Campusnetzwerk.


Skyline

Gesellschaft

Wohnen in der wachsenden Stadt für alle lebenswert gestalten

Im INUAS Netzwerk (International Network of Universities of Applied Sciences) arbeiten die FH Campus Wien, die Hochschule München (HM) und die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften gemeinsam am Schwerpunktthema urbane und regionale Lebensqualität. 

Händeschütteln

Gesellschaft

Helping Hands von den Größten der Baubranche

Für Studierende ist klar: Wer im Lebenslauf neben seinem Studienabschluss praktische Erfahrung aufweisen kann, hat die Nase vorn. Gute Kontakte, um an die interessantesten Jobs zu kommen, sind Gold wert.