Datenheldin

Der Austrian Data Hero Award wird alljährlich von der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) für herausragende Data-Governance-Projekte vergeben. Brigitte Marsteurer wurde 2020 für die Konzeption von ALADIN mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet. 

Brigitte Marsteurer im Interview

ALADIN brachte Licht ins Datendunkel. Mit dem „Automatischen Leistungs-, Auftrags- und DisseminationsINstrument“ haben Brigitte Marsteurer und ihre Kolleg*innen die Datenverwaltung der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) neu aufgesetzt. Im Rahmen ihres Studiums – Marsteurer absolviert neben ihrer Arbeit bei der GÖG den Masterlehrgang Digitalisierung, Politik und Kommunikation an der FH Campus Wien – hat sie das Projekt ALADIN nochmals konzeptuell aufbereitet und beim Austrian Data Hero Award eingereicht.

Frau Marsteurer, wie fühlt man sich als Datenheldin?

Gut – aber die Auszeichnung ist nicht nur eine persönliche. Sie ist vor allem auch eine Bestätigung für unser gesamtes Team und dafür, dass wir mit ALADIN auf dem richtigen Weg sind.
 

Wir können Daten zu Projekten und Mitarbeiter*innen jetzt schneller finden, einfacher aktualisieren und besser und vielfältiger nutzen.
Portraitfoto von Brigitte Marsteurer

Brigitte Marsteurer

Gewinnerin des Data Hero Awards

Der Sie wohin genau führen sollte?

Unsere projektbezogenen Daten zusammenzuführen und zentral zu verknüpfen. Aus betrieblichen Erfordernissen müssen wir bei der GÖG Programme und Tools unabhängig voneinander führen und warten. Die Folge sind redundante Datenbestände und ein Mehraufwand bei der Wartung, weil Daten an mehreren Stellen gesammelt und eingegeben werden müssen. Mit ALADIN haben wir eine Art internes „Data Warehouse“ geschaffen und dort Programme und Daten zentral zusammengeführt. 

Welche Vorteile hat das?

Wir können Daten zu Projekten und Mitarbeiter*innen jetzt schneller finden, einfacher aktualisieren und besser und vielfältiger nutzen: Datensets werden zum Beispiel direkt in den jährlichen Projekt- und Leistungskatalog oder auf unsere Website exportiert, Kennzahlen fließen automatisiert in die Wissensbilanz ein und der Quartalsbericht für das Projektcontrolling wird aus den Daten im Projektmodul generiert, um nur einige Anwendungen zu nennen. An weiteren neuen Möglichkeiten wird laufend gearbeitet.

Sie haben ALADIN im Rahmen ihres Studiums nochmals konzeptuell aufbereitet und als Seminararbeit in der Lehrveranstaltung „Informationssysteme“ vorgestellt. Was hat Sie veranlasst, das Projekt beim Austrian Data Hero Award einzureichen?

Der Anstoß kam – ehrlich gesagt – von der Lehrveranstaltungsleitung. Sie hat uns auf den Preis aufmerksam gemacht und mich im Speziellen motiviert, meine Seminararbeit in der Kategorie Talents einzureichen. 

Und das mit Erfolg! 

Ja, die Mühe hat sich gelohnt. ALADIN wurde von der Jury aus allen Einreichungen als bestes Projekt ausgewählt und mit einem Preisgeld ausgezeichnet. Und das kann ich jetzt für Aufwendungen in meinem Studium gut gebrauchen. 


Portraitfoto von Roswitha Engel

"Es geht nicht mehr nur um Krankheit"

Die Akademisierung der Gesundheits- und Krankenpflege ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Roswitha Engel. Federführend am Entstehen des österreichweit ersten Bachelorstudiums beteiligt, das sie seit 2008 leitet, baute sie sukzessive das Department Angewandte Pflegewissenschaft auf.

Person nimmt Handabstrich

"Ein Rätsel, das man lösen muss"

New York, Lissabon oder Wien: jede Stadt ist auf ihre Weise einzigartig. Aber lässt sich das auch für das dort vorherrschende Mikrobiom sagen? Dieser Frage geht Bioinformatikerin Alexandra Graf in ihrer Forschungsarbeit nach.