Schweißsimulation für die digitale Zukunft

Gemeinsam mit dem oberösterreichischen Technologieunternehmen Fronius, das weltweit führend in der Schweißtechnik ist, der steirischen FH JOANNEUM sowie der TU Graz forscht die FH Campus Wien an der Weiterentwicklung und Verbesserung von Schweißtrainingssystemen. Wo früher unter Anleitung erfahrener Lehrer*innen in der Schweißkabine geübt wurde, lernt und trainiert man heute ergänzend mit Schweißsimulatoren.

 

„Das ist weniger gefährlich und schont Material und Infrastruktur. Außerdem können die komplexen Abläufe beim Schweißen aufgeteilt und einzeln geübt und verbessert werden“, sagt Gernot Korak, Leiter des Projekts an der FH Campus Wien. Zudem eröffnet die fortschreitende Digitalisierung neue Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich virtuelles Schweißen.

Das in Wels/Oberösterreich ansässige Unternehmen Fronius ist dabei, sein Schweißtrainingssystem effizient und anwender*innenorientiert zu optimieren. Zusammen mit weiteren Partner*innen forscht die FH Campus Wien dazu an Möglichkeiten der Umsetzung von virtuellen beziehungsweise Augmented-Simulationen.

Schweißen mit Anleihen an Computerspielen

Die Expert*innen der FH Campus Wien arbeiten im Projekt „Virtual Welding NEXT: Integration of Virtual/Augmented Simulation and Real Welding“ an der Weiterentwicklung der Positionserfassung von Objekten und der dafür nötigen Sensorik. Beim virtuellen Schweißen kommen – so wie beim realen Schweißen – Schweißhelm, Brennergriff und unterschiedliche Werkstücke zum Einsatz. Um die verschiedenen Komponenten in einer interaktiven virtuellen Umgebung darstellen und aus verschiedenen Blickwinkeln wahrnehmen zu können, müssen die Positionen und Bewegungen dieser Komponenten erfasst und visualisiert werden. In einer grafischen Umgebung, ähnlich jener von Computerspielen, werden Schweißabläufe in einem realitätsnahen Setting Schritt für Schritt erlernt, trainiert und analysiert.

Next Generation

Das Projekt „Virtual Welding NEXT“ wird von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im Rahmen des Programms „Produktion der Zukunft“ finanziert. Bis 2021 will man neue Erkenntnisse gewinnen, die bei der Entwicklung eines innovativen und markttauglichen Schweißtrainingssystems zur Ausbildung von hoch qualifizierten Fachkräften genutzt werden können.

Hochkarätige Partner*innen

Im Projekt arbeiten mehrere Kooperationspartner*innen zusammen. Den Lead hat Fronius International GmbH inne. Das Research & Design Lab (RDL) der FH JOANNEUM verantwortet die Simulation und Visualisierung. Den Bereich Augmented/Virtual Reality steuert das Institute of Computer Graphics and Vision (ICG) der TU Graz bei. Die FH Campus Wien bringt ihr Know-how zu Positionserfassung von Gegenständen bzw. Personen und der damit verbundenen Sensorik ins Projekt ein.


Pflegeroboter James in Vordergrund im Hintergrund eine verschwommene Person

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Frauen in technischen Studiengängen und Berufen sind immer noch unterrepräsentiert. An der FH Campus Wien arbeiten Ulrike Alker und Andreas Posch mit ihren Teams gemeinsam daran, Barrieren aufzubrechen und Frauen zu fördern, um der Chancengleichheit endlich ein Stück näher zu kommen.

Bild von OS Racing Rennauto

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