Mehr Selbständigkeit und Lebensqualität zu Hause

Mit dem Forschungsfeld Active and Assisted Living (AAL) leistet die FH Campus Wien Pionier*innenarbeit in diesem interdisziplinären Bereich, in dem technische Studiengänge mit jenen aus den Gesundheitswissenschaften, der Angewandten Pflegewissenschaft sowie Bauen und Gestalten gemeinsam forschen. Die Projekte haben stets das Wohl der Anwender*innen – der älteren Menschen – im Fokus. Sie zielen darauf ab, ihre Selbstständigkeit, ihre Sicherheit und ihr Wohlbefinden zu erhalten bzw. zu steigern, damit ein selbstständiges Leben im privaten häuslichen Umfeld lange möglich bleibt.

Lebensnetz – spielend in Erinnerungen schwelgen

Schon 2014 ließen die Forscher*innen mit dem Prototyp eines „Serious Games“ aufhorchen, eines gestengesteuerten Computerspiels für die Generation 60plus. In Zusammenarbeit mit den externen Projektpartner*innen ovos media gmbh, der MedUni Wien, Caritas, PlanSinn und ÖPIA entstand „Lebensnetz“, ein Spiel gegen das Vergessen. Biografische Daten – Erinnerungen, Stammbäume, Fotos und vieles mehr – fließen in die Spielanwendungen wie Memory oder Glücksrad ein. Diese regen geistige und körperliche Aktivität der Nutzer*innen in sehr persönlichem Kontext an. Lebensnetz hilft, bei Demenz im Anfangsstadium einer raschen Verschlechterung vorzubeugen.

ReMIND – ein Roboter zum Entertainment

Auch das EU-Forschungsprojekt ReMIND nützt Effekte von computergestützter Biografiearbeit bei der Demenztherapie. Robotic ePartner for Multitarget INnovative activation of people with Dementia (ReMIND) soll die physische und kognitive Leistungsfähigkeit sowie soziale Interaktion von Patient*innen erhöhen. Das Forschungsteam rund um Franz Werner, Studiengangsleiter des Masterstudiums Health Assisting Engineering, kombiniert dabei mehrere Komponenten und entwickelt diese weiter.

„Unsere interdisziplinäre Forschung fokussiert auf das Wohl der Menschen, im Forschungsfeld Active and Assisting Living entwickeln wir Technik, die dem Menschen dient und nicht vom Menschen ‚bedient‘ werden muss.“
Portraitfoto von Franz Werner in Hemd und Krawatte

Franz Werner

Studiengangsleiter Health Assisting Engineering

Der humanoide Roboter JAMES aktiviert in Pflegeeinrichtungen unter anderem mit Musik und Spielen Patient*innen zur Bewegung sowie zu kognitiver Beschäftigung und fördert den sozialen Austausch. Im bis Herbst 2021 laufenden Projekt werden die Effekte auf eine Gruppe von über 100 Nutzer*innen ein Jahr lang in einer multizentrischen klinischen Studie in Österreich, Belgien und Rumänien wissenschaftlich evaluiert. Die Projektpartner sind entsprechend international: Zora Robotics NV (BE), ovos media gmbh (AT), Ghent University (BE), Technical University of Cluj-Napoca (RO), Victor Babeş University of Medicine and Pharmacy Timişoara (RO) sowie die Medizinische Universität Wien (AT).

Rund um die Uhr daheim gut betreut

Die Betreuung und Pflege für ältere Menschen daheim auf einen nächsten Qualitätslevel heben – dieses Ziel verfolgt das Forschungsprojekt 24h QuAALity. Das interdisziplinäre Forscher*innenteam entwickelt und evaluiert bis 2021 eine verteilte Client-Server-Softwarelösung zur Unterstützung des 24h-Personenbetreuungspersonals. Die Software ist – den Bedürfnissen der meist aus dem Ausland anreisenden 24h-Personenbetreuer*innen angepasst – in vier Sprachen verfügbar, neben Deutsch in Slowakisch, Ungarisch und Rumänisch.

Inhaltlich sind vier Säulen vorgesehen:

  • Informations- und Weiterbildungsportal zu wiederkehrenden Betreuungssituationen,
  • integriertes Notfallmanagement,
  • elektronische Betreuungsdokumentation sowie
  • Vernetzungs- und Übersetzungsmöglichkeiten.

In das Projekt fließt die Expertise der Kooperationspartner Johanniter Österreich, CARITAS Rundum Zuhause betreut, ÖGKV Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband, IPB – Institut für Personenbetreuung sowie NOUS Wissensmanagement GmbH, SMART ASSETS DEVELOPMENT GMBH und Home-Care-Management Alexander Winter mit ein.


Pflegeroboter James in Vordergrund im Hintergrund eine verschwommene Person

Menschen

Wir machen die Technik weiblich!

Frauen in technischen Studiengängen und Berufen sind immer noch unterrepräsentiert. An der FH Campus Wien arbeiten Ulrike Alker und Andreas Posch mit ihren Teams gemeinsam daran, Barrieren aufzubrechen und Frauen zu fördern, um der Chancengleichheit endlich ein Stück näher zu kommen.

Bild von OS Racing Rennauto

Campus Life

Mit Vollgas studieren!

Motorsportbegeisterung, großes Engagement, unbändiger Wille und echte Leidenschaft: Was für die Formel 1 gilt, gilt genauso für die Formula Student, einen internationalen Konstruktionswettbewerb, der zwischen Studierendenteams verschiedener Hochschulen ausgetragen wird.