Oenorm B4008-2 – Die Norm, die Brücken den Sicherheitsstempel gibt

Die Entwicklung von praxisgerechte Ingenieurmodelle zur Bewertung des tatsächlichen Querkraftwiderstands bei Eisenbahn und Straßenbrücken, stand am Anfang einer Reihe von Forschungsprojekten, die sich mit der Sicherheit von Tragbauwerken auseinandersetzen. Klingt kompliziert, aber der Nutzen davon ist ganz einfach: Weil damit bewiesen wird, dass alte Brücken noch „sicher“ tragen, können sie bestehen bleiben. Das ist ganz im Sinne vom nachhaltigen Bauen. Das Resultat der Forschungsarbeit: die ÖNORM B 4008-2. Sie dient seit 15. November 2019 der Baubranche als Grundlage bei der Bewertung der Tragfähigkeit von Bestandsbrücken. Das Normenkomitee hat Markus Vill, Lehrender und Forschender im Department Bauen und Gestalten und Leiter des Kompetenzzentrums für Bauen und Gestalten, geleitet.

Er erzählt über die Entstehung der ÖNORM, an der wissenschaftliche Mitarbeiter*innen in Forschungsprojekten, Absolvent*innen mit ihren Masterarbeiten des Departments Bauen und Gestalten der FH Campus Wien genauso wie Kooperationen mit der TU Wien und der TU Graz seit 2013 einen wesentlichen Beitrag geleistet haben. Und er erklärt, warum die ÖNORM B 4008-2 einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet und damit der Gesellschaft zu Gute kommt.
28.10.2020