„Unser Portfolio spricht für sich“

20 Jahre Technikstudiengänge an der FH Campus Wien – zweifellos eine Erfolgsgeschichte. Sie handelt von Pioniergeist, Improvisationstalent, Gleichklang und unglaublichem Engagement, aber auch ganz besonders von permanenter Weiterentwicklung, Zukunftsthemen, Alleinstellungsmerkmalen und Frauen in der Technik. Es ist eine Geschichte, die noch lange nicht zu Ende ist. Die Anfänge sind geprägt von Herzblut, großer Zuversicht für das „Projekt FH-Studiengang“ und Aufbauarbeit.

 

„Curricula, Aufnahmegespräche, Richtlinien oder eine Prüfungsordnung, das mussten wir alles erst entwickeln. Wir haben vieles selbst in die Hand genommen und erst einmal Strukturen geschaffen“, erinnert sich Ulrike Alker, eine der Lehrenden der ersten Stunde und federführend im Aufbauteam. „Natürlich wussten wir damals noch nicht, wo das alles hinführen wird. Doch wir waren überzeugt von der Idee und sicher, dass es uns gelingen kann. Und Wilhelm Behensky hat uns förmlich mitgerissen“, beschreibt Ulrike Alker den Spirit dieser Anfangsjahre.

Qualität ohne Kompromisse

Auch wenn manches in den Anfängen noch improvisiert wirkt, Kompromisse etwa bei der Qualität will man keine eingehen. Klar ist für Heinz Schmidt, damals Studiengangsleiter für Technisches Projekt- und Prozessmanagement und ab 2004 Gründungsrektor der FH Campus Wien, dass das System FH-Studiengang sich am Niveau einer technischen Universität orientieren müsse. „Bei den Diplomarbeiten der ersten Jahrgänge habe ich Kolleg*innen der TU Wien um eine Beurteilung gebeten. Es zeigte sich, dass unser bestes Drittel vergleichbar mit ihren besten 10 Prozent war“, sieht sich Heinz Schmidt bestätigt.

Die Technik endlich vereint!

Mit dem Einzug in den heutigen Hauptstandort am Alten Landgut 2009 fand zusammen, was zusammengehört: Die technischen Studiengänge sind unter einem Dach mit eigener Infrastruktur wie Netzwerk- und Elektroniklabor vereint. Industriepartnerschaften sorgen für weitere Top-Ausstattung der Räume für Lehre und Forschung. Für Andreas Posch, Studiengangsleiter und Leiter des Departments Technik, eröffneten sich damit viele neue Möglichkeiten: „Uns gab der gemeinsame Standort die Chance, zu schauen, wohin wir uns noch entwickeln wollen, und die nächsten Ausbaustufen unseres Studienangebots in Angriff zu nehmen.“ Heinz Schmidt, damals Rektor, sieht noch weitere Vorteile: „Damit gelang es uns, ein gemeinsames Erscheinungsbild des Departments Technik zu entwickeln. Nun, endlich vereint an einem Standort, über sehr gute eigene Infrastruktur zu verfügen, war ein wichtiger Schritt, um Kooperationen anbahnen zu können. Und es wurde für uns wesentlich einfacher, unsere Internationalisierung voranzutreiben.“

Die Ersten bei zukunftsweisenden Studienangeboten

Was trotz aller rasanter Entwicklung bleibt, ist die Pionierrolle: „Wir waren die Ersten mit einer Ausbildung für IT-Security , die Ersten im Wiener Raum für einen Maschinenbau-/Fertigungsstudiengang – das war High Tech Manufacturing  – und mit einem Studium für Krankenhaustechnik, Clinical Engineering“, zieht Andreas Posch Bilanz. „Und wir waren auch die Ersten, die gemeinsam mit der Industrie den Ausbildungsbedarf für Green Mobility  eruiert und ein Masterstudium dafür aufgesetzt haben“, so Posch über das im Hinblick auf die Energiewende zukunftsträchtige Masterangebot für nachhaltige Mobilität.

Frauen in die Technik!

Bei allen Erfolgen gab es dennoch einen Wermutstropfen, der im Laufe der Jahre zwar kleiner wurde, aber nicht ganz versiegt ist: „Am Anfang fehlten ganz klar die Frauen in den technischen Studiengängen – sowohl bei den Lehrenden als auch bei den Studierenden“, beschreibt Ulrike Alker eine Situation, an deren Veränderung sie mit ihrem Team im Gender & Diversity Management  weiter unermüdlich arbeitet. Zahlreiche Maßnahmen wie die Technische Vorqualifizierung mit dem AMS, Brückenkurse oder ein Buddy-Netzwerk sorgen dafür, dass der Frauenanteil in den technischen Studiengängen konstant im Steigen begriffen ist.

„Unser Portfolio spricht für sich. Wir haben uns die Themen gesucht, die gut zu unserem Department und gut zum Gesamtportfolio der Fachhochschule passen. Es entsteht laufend neues Wissen und wir sehen noch viele Möglichkeiten.“
Bild von Andreas Posch

Andreas Posch

Departmentleiter Technik

Starke Fachdisziplinen für interdisziplinäres Arbeiten

„Unser Portfolio spricht für sich“, ist Andreas Posch überzeugt. „Wir haben uns die Themen gesucht, die gut zu unserem Department und gut zum Gesamtportfolio der Fachhochschule passen.“ Daraus ergibt sich eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Angewandten Pflegewissenschaft, den Gesundheitswissenschaften oder den Departments Bauen und Gestalten und Soziales. „Da entsteht laufend neues Wissen und wir sehen noch viele Möglichkeiten“, freut sich Posch auf künftige Projekte.

Offenheit und Flexibilität beibehalten

„Wir werden auch weiterhin ganz genau darauf achten, wo es Aufgabenbereiche gibt, die derzeit noch nicht optimal mit einer entsprechenden Ausbildung abgesichert sind“, wirft Andreas Posch einen Blick in die Zukunft für sein Department. „Das kennt man von uns und dafür schätzt man uns.“

Film zum 20-jährigen Jubiläum

Aus dem Studiengang Technisches Projekt- und Prozessmanagement hat sich in 20 Jahren das Department Technik mit 12 Studiengängen und rund 1.000 Studierenden entwickelt. Erhalten Sie einen Einblick in die Welt der Technik an der FH Campus Wien und wie wir mit Stakeholdern aus Gesellschaft und Wirtschaft an den Herausforderungen von heute und morgen arbeiten.


Pflegeroboter James in Vordergrund im Hintergrund eine verschwommene Person

Menschen

Wir machen die Technik weiblich!

Frauen in technischen Studiengängen und Berufen sind immer noch unterrepräsentiert. An der FH Campus Wien arbeiten Ulrike Alker und Andreas Posch mit ihren Teams gemeinsam daran, Barrieren aufzubrechen und Frauen zu fördern, um der Chancengleichheit endlich ein Stück näher zu kommen.

Bild von OS Racing Rennauto

Campus Life

Mit Vollgas studieren!

Motorsportbegeisterung, großes Engagement, unbändiger Wille und echte Leidenschaft: Was für die Formel 1 gilt, gilt genauso für die Formula Student, einen internationalen Konstruktionswettbewerb, der zwischen Studierendenteams verschiedener Hochschulen ausgetragen wird.